Grußwort des Vorsitzenden des HDL

 Bereits zur 4. HDL-Fachtagung hat sich der Hochschulverbund Distance Learning einem sehr aktuellen Thema, nämlich der „Durchlässigkeit und Anrechnung im Hochschulalltag – Dem Lebenslangen Lernen Türen öffnen“ zugewandt. Die neue Zielgruppe der nicht-traditionell Studierenden, etwa Berufstätige mit und v. a. ohne Hochschulzugangsberechtigung, um die sich die Hochschulen tendenziell verstärkt werden bemühen müssen, standen dabei im Mittelpunkt.

Nun, auf der 5. HDL-Fachtagung geht es aus aktuellem Anlass um das grundsätzliche Thema „Management von Fernstudium und Weiterbildung nach Bologna“. „Nach Bologna“ will heißen – wir schreiben das Jahr 2010 und im Bologna-Prozess handelt es sich hierbei um ein magisches Datum. Als im Jahre 1999 30 europäische Bildungsminister im italienischen Bologna den wegweisenden Beschluss fassten, Europa solle bis 2010 ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum werden, konnte man sich die damit verbundenen Umwälzungen noch kaum vorstellen. Aber der Bologna-Reformprozess, an dem inzwischen 46 Bologna-Mitgliedstaaten beteiligt sind, hat Form angenommen und weitreichende Folgen auch für die Hochschulen in Deutschland gezeitigt. Dabei konnte dieser Prozess – wie u. a. die Studentenproteste Ende letzten Jahres zeigten – nicht reibungslos umgesetzt werden.

Deshalb stehen vor den Akteuren des Bologna-Prozesses in den Hochschulen und Ministerien große Herausforderungen, denen sie sich gemäß dem gemeinsamen Beschluss von KMK und HRK vom 10.12.2009 zur „Reform der Reform“ stellen müssen. Es gilt etwa, die Prüfungsbelastungen der Studierenden zu reduzieren und ihre Arbeitsbelastung zu überprüfen sowie dabei die Gestaltungsfreiheit der Hochschulen zu erweitern.

Die Fachhochschule Brandenburg hat diese Gestaltungsfreiheit in den letzten Jahren dazu genutzt, ihre Studienangebote zu flexibilisieren, neue Zielgruppen zu erschließen und passende Studien- und Qualifizierungsformate zu entwickeln.
Mit der Agentur für wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer (AWW) e. V. und der in ihr integrierten Service-Agentur des HDL hat sie eine Einrichtung für Fernstudium und Weiterbildung geschaffen, die nicht nur die FHB sondern alle HDL-Mitgliedshochschulen dabei konstruktiv unterstützt.

Ich wünsche der 5. HDL-Fachtagung einen erfolgreichen Verlauf, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern anregende und informative Gespräche und erwarte von dem Ideenaustausch wichtige Anregungen für die Bewältigung unserer zukünftigen Aufgaben.
Knüpfen wir unser Netzwerk fester!
Ich wünsche mir, dass innovative Signale zur Schaffung zukunftsweisender Studienmodelle von dieser Tagung ausgehen mögen.

Dr. Hans Georg Helmstädter

 

HDL-Hochschulen

(Stand: 01.03.2010)
Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (FH)
FH Brandenburg
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
FH Erfurt
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin
Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin
HS Kehl (Hochschule für öffentliche Verwaltung)
HS Lausitz, Senftenberg
HS München
FH Nordhausen
FH Potsdam
HS Ravensburg-Weingarten
FH Stralsund
Fernfachhochschule Schweiz, Brig
HS Harz, Wernigerode
HS Magdeburg-Stendal
HS Merseburg
HS Wismar | WINGS GmbH
Paritätische Akademie gGmbH, Berlin
Private FernFH Sachsen, Chemnitz
Beuth Hochschule für Technik Berlin
Technische Hochschule Wildau (FH)
Technische Hochschule Wildau (FH)
Westsächsische Hochschule (WSH) Zwickau
Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld
CVJM-Hochschule, Kassel
DAM. Deutsche Akademie für Management GmbH, Berlin